Plazenz

die Zukunft ist jetzt

 

Das Haus am steilen Berghang der Plazenz Stilfser Brücke 16 (früher 23a) entsteht im Einklang zwischen Natur und Kultur – zwischen Tier und Mensch, konzipiert und ausgeführt von Guido Moser. Es ist ein Begegnungsort für Therapie, Kunst und Spiritualität.

 

 

Der keltisch / romanische Ort an der historisch bedeutsamen Bergstraße – im Herzen des Nationalparks Stilfser Joch – am tiefen Bachschlund des Sulden- und Trafoierbaches gaben den Impuls zu diesem Kunst- und Kulturraum.

 

Ich selbst bin Therapeut, Geschichtenerzähler und Theatermacher, und verbringe viel Zeit an diesem mystischen Begegsungsort.

 

Bilder aus der Zimmertheaterproduktion "Das weiße Auto für die Nacht und für den Tag mit Pippo Spärlich", 2023

 

Der zeitgenössisch – weltthematisch - engagierte Aspekt „Global denken – lokal handeln“ ist Ausdrucksweise dieser Kunstidee.

 

Für verschiedene Therapieformen, sowie für Plastik, Malerei, Theater, Musik sind die dafür notwendigen Räume konzipiert, gestaltet und ausgestattet.

 

Skulptur von Hubert Klotz, lebt und arbeitet in der Werkstatt für Behinderte Prad

 

Der Kunstraum liegt in gerader Sichtlinie zu weltlichen Kultstätten in dieser Region: Kaschlin – Weiberbödele – Zumpanell – Ortler – die Heiligen drei Brunnen usw. Dies ist der mythologisch – märchenhafte Aspekt des Hauses mit seinem stets aktualisierten Kunstgarten, der Schutzengelkapelle und den vielen, kleinen Biodiversitäten.

 

Die Plastiken im Kunstgarten spannen in dieser Thematik den Bogen zur geistigen Welt unserer Vorfahren.

 

 

Roman Moser zeigt zu den mystischen Kulturplätzen Kaschlin, Weiberbödele und Heiligen Drei Brunnen auf der Kfraftlinie, wo die Schutzengelkapelle liegt

 

Therapeutisch – sakrales Zentrum des gesamten, poetischen Lebens- und Kunstraums bildet der Baum, der Stein und die Kapelle im Zusammenhang mit deren Entstehungsgeschichte. Es ist ein Ort für Selbsterfahrung – man kann Sich in immer neuen stimulierenden Natur- und Kulturräumen - und in Interaktion mit anderen Interessierten erleben.

 

Skulptur von Luis Schrade, installiert auf der Wunde des alten Kirschbaums, der den Steinschlag beim Haus verhindert hat.

 

Den Zauber des jetzt abgestorbenen, aber vielleicht wieder belebbaren Baumes als solidarischer Wächter und Beschützer sichtbar zu machen ist eines der Anliegen dieses phantastischen Begegnunsraumes. Die Urkraft und Würde dieses Baums in seinem zähmenden Spiel mit der immensen Wucht und Kraft eines fliegenden Steines wirkt in der darauf folgenden sakralen Ruhe und Versenkung einer Kapelle.

 

Nach der verhinderten Naturkatastrophe wurde als spirituell-künstlerisches Zeichen die Schutzengelkapelle gebaut, die Ende Oktober 2022 eingeweiht und gesegnet wurde.

 

 

Die Dreiheit Stein - Baum - Kapelle

 

Zudem wurde 2023 die über dreißig Jahre mit Kultur- und Kunstaktionen lebende Haushälfte mit der anderen, leerstehenden Hälfte mit dem dazu gehörenden Grund rund ums Haus zu einem Gesamtkunstwerk vereint. Dabei kamen ein Dokumentationszentrum, ein Zimmertheater und ein kleines Museum für Kunst in der Spannung von nicht kommerziellen und zeitgenössischen, lebendig gehaltenen Kunstformen hinzu. Die Künstler kommen teilweise aus geschützten Werkstädten, aus nicht mehr vorhandenem Handwerk, aus der Anonymität der Alltagswelt, sowie aus der offiziellen Kunstszene im In- und Ausland. Sie alle leben für sich den Anspruch: Die Kunst ist ein Erlebnisraum für alle, die den Mut haben, ihn zu betreten.

 

Dieses kleine Museum soll sich in Zukunft mit immer aktuellen Impulsen erneuern und in einer lebendigen Spannung im Austausch zwischen experimenteller Erlebnistherapie, Spiritualität und Kunst- Avantguarde weiterleben.

 

 

Der Historiker Mayer Hans mit seinem Sohn Manuel beim Kapellenbau

 

Die verschiedenen Skulpturen und Kunstinstallationen auf den vielen Ebenen im steilen Hang zeugen von etlichen Ereignissen und Abenteuern, die sich in den letzten über 30 Jahren in diesem Zentrum zugetragen haben. Ihre Gegenwart gibt dem Raum Kraft und Inspiration.

 

Alle diese Ebenen wurden im künstlerisch, kreativen Impuls mit Natursteinen – mit Steinstiegen und mit Betonwildheit zu einer lebendigen und erfrischenden, für Tiere und Pflanzen wohnlichen und wohlfühlenden Kommunikationsform entwickelt.

 

Die Kapelle – der Baum – der Stein, sind nur ein Beispiel dieses Kunstraumes. Sie sind umrahmt mit Kunstausdruck der Gegenwart (Plastiken / Bühnen / Objekte / Malereien / Bewegungsformen usw). Diese Kunstgegenstände stammen teilweise aus langjähriger Theater- und Performance- Tätigkeiten, sowie von jungen Künstlern, zum Beispiel bemalte die Südtiroler Künstlerin Cornelia Lochmann den Innenraum der Schutzengelkapelle. Clara Mayr setzte die religiöse Skulptur „das Lamm Gottes“ zum Altarbild.

 

 

So kann Natur / Kultur / Figur und Geist ineinanderfließen, und dies entsteht aus vielen Impulsen weltoffener, interagierender Zeitgeister.

Begegnung in der Märchenwelt

Die beiden Dachböden der Haushälften sind nun miteinander verbunden

Cornelia Lochmann mit dem von ihr gemalten Schutzengel- Altarbild

Aus der alten Puppenstube

Kreuzwegkammer

Der Künstler Georg und Elisa schauen zur Skulptur "die ewig gebärdende Welt"

Die Psychotherapeutin Mareike arbeitet mit ihrem Freund Daniel an den "Aloysien"

Diese Bodenplastik "Aloysien" ist das Zentrum der Freilicht- Kunstbühnenraumes. Die verwendeten Lärchenäste wurden nicht gefällt, sondern im Wald als Fallholz gefunden. 

Engelbert Donner - die Menschwerdung